Alle alle Schüler und Begleiter wohlauf und glücklich vom ersten Schüleraustausch mit Kuba zurückgekehrt. Die Eindrücke sind so vielfältig und umfangreich, dass es sicherlich noch einige Zeit braucht, um sie alle zu verarbeiten.
 
Eins steht aber schon jetzt fest: Der erste Austausch mit Kuba war ein großer Erfolg und die Delegation des FBG ist mit offenen Armen empfangen worden. Es wurden eine Menge zusätzliche Kontakte geknüpft und viele neue Freundschaften geschlossen.
 
Vom 30.8.2019 bis 09.09.2019 waren 12 Schülerinnen und Schüler und 4 Begleiter zu Gast in Havanna. Von Dortmund ging es zunächst 30.8.0219, um 7.30 Uhr Uhr mit dem Zug nach Frankfurt und von da aus mit dem Flugzeug nach Havanna. Nach 10 Stunden Flugzeit kam man pünktlich um 19.00 Uhr Ortszeit (5.00 MEZ). Dort wurde die Gruppe schon von ihrem Reiseleiter Jorge und dem Busfahrer Alberto empfangen. Beide begleiteten Sie über die gesamte Zeit.
 
Gegen 20.00 Uhr traf man dann an der „Casa Albici“ ein. Die Pension gehört Alberto Capote aus Dortmund. Der Kubaner lebt seit 30 Jahren in Deutschland, ist Mitglied der Cuba-Hilfe und unterstützt den Austausch mit seiner Heimat. Die Casa Albici liegt zudem nur 300m von Instituto Preuniversitario Urbano Jose Miguel Perez Perez entfernt.
 
Am Freitag und Samstag war dann erstmal ein umfangreiches Besuchsprogramm angesagt: Die Metropole Havanna, die in diesem Jahr 500 Jahre alt wird, wurde erkundet. Eine Stadtrundfahrt und eine Führung durch die Altstadt mit Besuch mit des Revolutionsmuseums, des Palastes des ehemaligen Gouverneurs und des Capitols standen u.a. auf dem Programm. Zudem kamen die Schülerinnen und Schüler an der Universität auch mit deutschen Studentinnen ins Gespräch, die ein halbes Jahr auf Kuba verbringen.
 
Sonntag gab es, von allen ersehnt, einen Tag am Strand, den Playas del Este, 20 km außerhalb von Havanna.
 
Am Montag, 2.9.2019, konnte die Delegation des FBG an der offiziellen Eröffnungsfeier des Schuljahres am IPU Jose Miguel Perez Perez teilnehmen.
 
Dienstag und Mittwoch gab es ein gemeinsames Programm mit Schülerinnen und Schülern der Schule. Die Jugendlichen hatten Zeit sich bei Gesprächen und Sportaktivitäten kennenzulernen. Zudem konnte das FBG einige Gastgeschenke übergeben. Bei der Gelegenheit wurden unter den Schülern auch schon fleißig private Kontakte ausgetauscht und man traf sich später immer wieder in der Casa Albici.
 
Am Donnerstag, 5.9.2019, ging es mit dem Bus nach Santa Clara. Die Stadt steht ganz im Zeichen Che Guevaras, der hier den entscheidenden Sieg während der Revolution erzielte. Zudem wurde das Projekt „La Colminita“ besucht, das durch die Cuba-Hilfe Dortmund gefördert wird. Schulleiter Heiko Klanke konnte hier im Namen der Cuba-Hilfe eine Spende übergeben. Nach einer Übernachtung in der „Casa de la amistad“ ging es zur Playa Giron, besser bekannt als Schweinebucht. Dort wurde das örtliche Museum zur gescheiterten Invasion besucht und ein wenig Freizeit am Meer verbracht, bevor es wieder zurück nach Havanna ging.
 
Am Samstag machte die Delegation des FBG einen Ausflug nach Pinar del Rio, wo sie im ICAP empfangen wurde und schließlich wurde das Tal von Vinales besucht. Hier lernten die Schülerinnen und Schüler viel über die Vegetation Kubas und den Tabakanbau.
 
Der Sonntag wurde zum Abschluss in Havanna verbracht. In der Altstadt wurden letzte Souvenirs gekauft und am Abend gab es ein kleines Abschiedsfest in der Casa Albici, zu dem auch Schulleiterin Ramona Cruz mit ihrer Tochter kam.
 
Montag stand noch ein Besuch in der deutschen Botschaft an. Der stellvertretende Botschafter Josef Weiß, der die Delegation des FBG schon im Januar begrüßen durfte, war sehr interessiert an den Berichten der Schülerinnen und Schüler und gratulierte der Schule zu dem, was sie in so kurzer Zeit erreicht hatte. Er versprach, den Austausch auch weiterhin zu unterstützen.
 
Schließlich ging es dann abends zum Flughafen und zurück nach Deutschland. Alle Schülerinnen und Schüler haben sich als gute Botschafter Deutschlands auf Kuba ausgezeichnet. Durch zahlreiche offizielle und private Gespräche konnten Lehrkräfte und Schüler einen vertieften Eindruck von der derzeitigen politischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Situation auf Kuba gewinnen. Die Schülerinnen und Schüler waren am Ende der Reise alle in der Lage eine differenzierte und reflektierte Stellungnahme abzugeben. Dies zeigten sie eindrucksvoll beim Gespräch mit dem stellvertretenden deutschen Botschafter. Somit sind aus Sicht der Schule alle Ziele des ersten Schüleraustausches erreicht worden. Die Grundlage für einen Gegenbesuch im nächsten Jahr wurde ebenfalls gelegt, auch wenn die Austauschpartner noch nicht alle feststehen. Diese werden erst durch das Erziehungsministerium Kubas festgelegt. Unsere Schülerinnen und Schüler entwickelten im Laufe des Austausches ein Verständnis für die Situation, da sie einen Einblick in die Lebensrealität der Kubaner gewinnen konnten.
 
 

 

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