﻿{"id":644,"date":"2017-02-13T20:51:41","date_gmt":"2017-02-13T19:51:41","guid":{"rendered":"http:\/\/173.212.200.183\/fbg\/?page_id=644"},"modified":"2017-02-13T20:51:41","modified_gmt":"2017-02-13T19:51:41","slug":"friedrich-baehrens","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.fbg.schwerte.de\/fbg\/friedrich-baehrens\/","title":{"rendered":"Friedrich B\u00e4hrens"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fr\u00fche Studien<br \/>\n<\/strong>Am 1. M\u00e4rz 1765 wurde Johann Christoph Friedrich B\u00e4hrens als Sohn des Rektors Conrad Heinrich B\u00e4hrens in Meinerzhagen geboren. Sein Weg als Lehrer oder Prediger war durch seine Herkunft vorgezeichnet. &#8222;Die Familie B\u00e4hrens z\u00e4hlte zu den unverm\u00f6genden b\u00fcrgerlichen Kreisen. Das h\u00f6chste Amt &#8230; ohne hohe finanzielle Aufwendungen f\u00fcr Studium und Pr\u00fcfungsgeb\u00fchren&#8230; war das des Predigers bzw. des Lehrers.&#8220;<sup>2<\/sup> Andererseits genoss die Familie hohes Ansehen, wie die honorigen Paten des Kindes beweisen.<sup>3<\/sup> Die Mutter starb 1772, der Vater heiratete f\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter zum zweiten Mal. Das h\u00e4usliche Umfeld belastete den intelligenten Jungen, obwohl er von seinem Vater als Erzieher nur positiv spricht.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fbg.schwerte.de\/images\/fbg\/Bilder_Beitrge\/FBG_Geschichte_DemNamenNach_1.jpg\" alt=\"DemNamenNach_1\" width=\"179\" height=\"200\" \/><\/p>\n<p>1781 holte ihn seine Patentante Wilhelma Sch\u00fcrmann, die Schwester seiner Mutter, nach Hagen, wo er die Schule des Rektors Klenke besuchte. Doch trotz gut gemeinter F\u00f6rderung gab es f\u00fcr B\u00e4hrens hier bald nichts mehr zu lernen: Er wechselte nach Gummersbach zu Rektor Kumpf, fand aber erst in Gottlieb Erdmann Gierig in Lennep einen geeigneten Lehrer, der sich als Humanist und Publizist einen Namen gemacht hatte. Der junge B\u00e4hrens dr\u00e4ngte in die Wissenschaft. Das war zun\u00e4chst die Medizin, die Physiologie und auch die Alchemie. &#8222;Auch \u00fcbersetzte er ein in Latein abgefasstes alchemistisches Manuskript von Gerhard Dorn ins Deutsche.&#8220;<sup>4<\/sup> 1784 nahm er in Halle an der Saale das Studium der Theologie und Philosophie auf. Zahlreiche Schriften entstanden in den knapp zwei Studienjahren. Zwei theologische Schriften und ein medizinisches Werk, &#8222;Beitr\u00e4ge zur Pastoralmedizin&#8220;, sind zu nennen, in dem der angehende Wissenschaftler fordert, dass ein Seelsorger medizinische und psychologische Kenntnisse haben m\u00fcsse, wenn er einem kranken Gemeindemitglied beistehen wolle. Werke zur Einf\u00fchrung in die lateinische und griechische Sprache, eine kritische Auseinandersetzung mit den Moderomanen der damaligen Zeit wie auch das schockierende Buch, &#8222;Versuch \u00fcber die Vertilgung der Unkeuschheit&#8220;, zeigen die Bandbreite der Themen, die der junge Autor aufgriff. Und sein Interesse am Okkulten zieht sich wie ein roter Faden durch sein gesamtes Lebenswerk.<\/p>\n<p><strong>Konflikt mit dem Vater<br \/>\n<\/strong>Er hatte den Plan, in Meinerzhagen ein P\u00e4dagogium zu gr\u00fcnden, das die h\u00f6heren Bildungsanspr\u00fcche f\u00fcr Jungen und M\u00e4dchen abdecken sollte, und nach einem harten Kampf mit den zust\u00e4ndigen Stellen und einem besonders m\u00fchseligen Ringen um Geldzuwendungen erreichte er sein Ziel. 1786 kam er in Meinerzhagen an, ausgezeichnet mit dem Titel des Magisters der Philosophie von der Universit\u00e4t Halle &#8211; und traf auf einen erbitterten Gegner in Gestalt seines Vaters, der, selbst f\u00fcr den h\u00f6heren Schulunterricht zust\u00e4ndig, seine bisherigen Einnahmen gef\u00e4hrdet sah. Der Konflikt steigerte sich durch die Heiratspl\u00e4ne des Sohnes, man landete vor Gericht, und Friedrich B\u00e4hrens wollte schlie\u00dflich Meinerzhagen verlassen.<\/p>\n<p>Aber Meinerzhagen wollte den jungen P\u00e4dagogen nicht gehen lassen. So startete Friedrich B\u00e4hrens sein P\u00e4dagogium und heiratete am 19. Mai 1786 Christina Elisabeth Charlotte Weylandt, die ihm eine verst\u00e4ndnisvolle, an seinen vielschichtigen Arbeiten interessierte Gef\u00e4hrtin wurde. Sie gebar ihm acht Kinder, und als sie am 17. April 1810 in Schwerte an einem Lungenleiden verstarb, entwarf der Witwer einen Grabstein f\u00fcr sie, der noch heute auf dem alten Kirchhof von St. Viktor zu sehen ist: eine S\u00e4ule aus Ruhrsandstein, in die eine gewaltige Rose mit gro\u00dfen Dornen eingemei\u00dfelt ist, und darunter die Widmung: &#8222;So war sie&#8220;. Es war die Hommage an eine starke, kraftvolle Frau, die ihren Mann zeitlebens unterst\u00fctzt hat. Die Widerst\u00e4nde des Vaters gegen die Heirat sind also ins Leere gelaufen.<\/p>\n<p><strong>P\u00e4dagogische Anf\u00e4nge<\/strong><br \/>\nAus kleinen Anf\u00e4ngen wuchs das P\u00e4dagogium zu einer Einrichtung mit 30 Sch\u00fclern an, damals eine beachtliche Zahl. Die von B\u00e4hrens herausgegebenen Lehrpl\u00e4ne umfassten Latein, Griechisch und Franz\u00f6sisch, teilweise mit vom Rektor verfassten Lehrb\u00fcchern, Hebr\u00e4isch, Italienisch und sp\u00e4ter Arabisch, Religion, Naturgeschichte, Naturlehre, Weltgeschichte, Briefstil, Kunsttheorie, Rede\u00fcbungen, Philosophie, f\u00fcr zuk\u00fcnftige Kaufleute Buchhaltung und M\u00fcnzlehre und au\u00dferdem Geometrie und Rechnen. Verst\u00e4ndlich, dass ein solcher F\u00e4cherkanon auch ausw\u00e4rtige Sch\u00fcler anzog und dem P\u00e4dagogium den Erfolg sicherte.<\/p>\n<div><a class=\"imagesizer_thumb\" title=\"Geschichte_FriedrichBhrens_3\" href=\"http:\/\/www.fbg.schwerte.de\/images\/fbg\/FBG_DieSchule_Geschichte_FriedrichBhrens_3.jpg\" rel=\"lightbox[id_9]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"imagesizer_thumb\" src=\"http:\/\/www.fbg.schwerte.de\/cache\/0_202x309_images_fbg_FBG_DieSchule_Geschichte_FriedrichBhrens_3.jpg\" alt=\"Geschichte_FriedrichBhrens_3\" width=\"202\" height=\"309\" \/><\/a><\/div>\n<p><em>Hofrat Friedrich B\u00e4hrens<\/em><br \/>\nDoch rief gerade die F\u00e4chervielfalt Kritik hervor, finanzielle Probleme und gesundheitliche Einbr\u00fcche bei B\u00e4hrens selbst kamen hinzu &#8211; so ein Leberleiden, das ihn neun Wochen lang dienstunf\u00e4hig machte und damit jedweden Unterhalt f\u00fcr seine Familie blockierte. Nach z\u00e4hem Ringen um den Erhalt des P\u00e4dagogiums in Meinerzhagen war die Einrichtung am Ende. Der Staatsminister von Woellner berief B\u00e4hrens 1789 auf die vakante dritte Predigerstelle der lutherischen Gemeinde in Schwerte, die an das Rektorat der dortigen Lateinschule gekoppelt war. Friedrich B\u00e4hrens konnte sein Meinerzhagener P\u00e4dagogium sozusagen nach Sehweite mitnehmen &#8211; ein Gl\u00fccksfall f\u00fcr ihn und f\u00fcr die Stadt. F\u00fcr den neuen Rektor der Lateinschule war durch die Predigerstelle ein Jahreseinkommen von 150 Reichstalern sichergestellt, und die Schule bl\u00fchte auf mit dem bereits in Meinerzhagen bew\u00e4hrten Konzept.<\/p>\n<p><strong>Erfolg in Schwerte<\/strong><br \/>\n&#8222;Bei der&#8230; ersten \u00f6ffentlichen Lehrprobe der von B\u00e4hrens gef\u00fchrten Schwerter Lateinschule traten 20 Sch\u00fcler und sechs Sch\u00fclerinnen vor das Publikum. Elf Vortragende stammten aus Schwerte und Ergste. Lediglich vier Sch\u00fcler waren noch Pensionsg\u00e4ste &#8211; und zwar aus L\u00fcdenscheid, Halver, Werden und Iserlohn.&#8220; 5<\/p>\n<p>Friedrich B\u00e4hrens selbst unterrichtete in zehn F\u00e4chern. &#8222;&#8230; kurz, er h\u00e4tte nahezu unser ganzes Lehrerkollegium bequem vertreten k\u00f6nnen&#8220;, lautet der launige Kommentar von Gudrun Leuer in der Festschrift des FBG zum 60. Abitur 1984.6 Der t\u00fcchtige P\u00e4dagoge vervielfachte den Sch\u00fclerbestand innerhalb k\u00fcrzester Zeit: &#8222;Amtlichen Unterlagen zufolge hatte der Magister den Betrieb mit sieben Sch\u00fclern von seinem kommissarisch bestellten Vorg\u00e4nger Wulfert im Oktober 1789 \u00fcbernommen. Schon nach einem halben Jahr belief sich die Sch\u00fclerzahl jedoch auf 29.&#8220;7 Hinzu kam eine geschickte Finanzierungspolitik, mit der B\u00e4hrens das Angebot von \u00f6ffentlichen und privaten Studien erweiterte und Kinder bed\u00fcrftiger Eltern kostenlos am Unterricht teilnehmen lassen konnte.<\/p>\n<p>Sein Vorg\u00e4nger Wulfert wurde nun zu seinem neiderf\u00fcllten Gegner. Er er\u00f6ffnete f\u00fcr Kinder, die am Schwerter P\u00e4dagogium nicht gen\u00fcgend Erfolg hatten, eine eigene Privatschule und vermittelte neue Interessenten an das Dortmunder Archigymnasium. Er fand Helfer bei seiner Kampagne gegen B\u00e4hrens, besonders in dem Schwerter Wundarzt Luhrmann. B\u00e4hrens betrieb n\u00e4mlich nebenberuflich eine \u00e4rztliche Heilpraxis und wurde so zu dessen Konkurrenten. 1798 erfolgte seine Promotion als Arzt, und er erhielt die Erlaubnis eine Landarztpraxis auszu\u00fcben.<\/p>\n<p>Es gelang den Intriganten tats\u00e4chlich, die Schwerter Lateinschule 1796 in den Ruin zu treiben, wobei der Schaden f\u00fcr die Stadt gr\u00f6\u00dfer war als f\u00fcr den Rektor pers\u00f6nlich. B\u00e4hrens selbst erteilte bis zu seinem Lebensende Privatunterricht. &#8222;Indessen blieb B\u00e4hrens zeitlebens leidenschaftlicher P\u00e4dagoge&#8230; In einem auf den 10. Mai 1815 datierten Schreiben teilte der Schwerter Prediger dem damaligen Pr\u00e4fekten des Ruhrdepartments, Freiherr von Romberg, mit, dass er in seinen 30 Jahren Unterrichtst\u00e4tigkeit 300 Gelehrte ausgebildet habe.&#8220; 8<\/p>\n<p><strong>Vielf\u00e4ltige Begabungen<\/strong><br \/>\nBetrachtet man das Arbeitspensum des Universalgelehrten, so mag man sich wundern. Sein Arbeitstag ging von morgens f\u00fcnf bis abends 23 Uhr. Sieben bis neun Unterrichtsstunden t\u00e4glich w\u00e4hrend der Bl\u00fcte der Lateinschule, Sonntagnachmittagspredigten in der St. Viktor-Kirche und eine F\u00fclle von Forschungst\u00e4tigkeiten, die er selbst beschreibt. So experimentierte der Theologe und Philosoph (&#8222;Im letzten Sommer verfertigte ich eine verbesserte Elektrisiermaschine&#8220;9), sammelte Kr\u00e4uter, besch\u00e4ftigte sich mit dem Glasschleifen und entwickelte die &#8222;B\u00e4hrens&#8217;sche Boussole&#8220;, ein Ger\u00e4t, das f\u00fcr mehrere Zwecke in der Astronomie und Landvermessung geeignet war. Seine T\u00e4tigkeit als Arzt und seine medizinischen Forschungen weiteten sich mehr und mehr aus, und unerm\u00fcdlich arbeitete er als Publizist, u.a. f\u00fcr den &#8222;Westf\u00e4lischen Anzeiger&#8220;. Er verfasste die Chronik der Stadt Schwerte, ordnete und rettete damit das Archiv, setzte sich f\u00fcr die bauliche Pflege und Erhaltung der St. Viktor-Kirche ein, k\u00fcmmerte sich als Stadtrat gezielt um den Wege- und Stra\u00dfenbau und wurde 1818 zum Vorsitzenden der Wegekommission ernannt. Bis 1830 hatte er dieses Amt inne und sorgte f\u00fcr Stra\u00dfenpflasterung in der Stadt sowie f\u00fcr Wegebau in Villigst und Ergste. Der Kampf um den Stadtwald als st\u00e4dtisches Eigentum gewann B\u00e4hrens nach einem zweij\u00e4hrigen Rechtsstreit gegen private Anspr\u00fcche.<\/p>\n<p><a class=\"imagesizer_thumb\" title=\"Geschichte_FriedrichBhrens_4\" href=\"http:\/\/www.fbg.schwerte.de\/images\/fbg\/FBG_DieSchule_Geschichte_FriedrichBhrens_4.jpg\" rel=\"lightbox[id_9]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"imagesizer_thumb\" src=\"http:\/\/www.fbg.schwerte.de\/cache\/0_202x252_images_fbg_FBG_DieSchule_Geschichte_FriedrichBhrens_4.jpg\" alt=\"Geschichte_FriedrichBhrens_4\" width=\"202\" height=\"252\" \/><\/a><\/p>\n<div><em>Das B\u00e4hrenshaus in der K\u00f6tterbachstra\u00dfe<\/em><\/div>\n<p>1821 r\u00fcckte B\u00e4hrens in die erste Predigerstelle auf. Er bem\u00fchte sich um die Vereinigung der lutherischen und reformierten Gemeinden in Schwerte, was jedoch scheiterte, gr\u00fcndete mit dem Prediger Haver einen Verein zur Gesangsbildung, um den Kirchengesang zu verbessern, und nahm Einfluss auf das Armenwesen. Jahrelang war er als Armenarzt t\u00e4tig, und der damalige B\u00fcrgermeister Engelbert Mitsd\u00f6rffer vermerkt, dass B\u00e4hrens lobenswerter Weise \u00fcber Jahre hin die Armen kostenlos behandelt habe.10<\/p>\n<p>Als zweiter Prediger konnte er Einfluss auf das Elementarschulwesen nehmen. Er richtete die Schulen in Holzen, Geisecke und Villigst, die lange ausgefallen waren, wieder ein, sorgte f\u00fcr die Einstellung von Lehrern und k\u00e4mpfte f\u00fcr deren Bezahlung, \u00fcbernahm die umfassende Schulaufsicht und stie\u00df, wie bei allen seinen Bem\u00fchungen, auf viel Widerstand. Bereits 1785 hatte er die Gr\u00fcndung eines m\u00e4rkischen Lehrerseminars angedacht; nun gelang ihm trotz mancher R\u00fcckschl\u00e4ge eine umfassende Verbesserung des Schwerter Stadt- und Landschulwesens.<\/p>\n<p><strong>Kein leichter Gegner<\/strong><\/p>\n<p>Am 16. Oktober 1812 erhielt Friedrich B\u00e4hrens den Badischen Hofratstitel. Eine gro\u00dfe Ehre war die Verleihung des roten Adlerordens IV. Klasse. Dennoch traf er bei den Schwerter B\u00fcrgern nicht nur auf Anerkennung und Zustimmung. Konflikte bis zum Prozess, pers\u00f6nliche Befindlichkeiten und massive finanzielle Interessen waren die Widerst\u00e4nde, mit denen er zu k\u00e4mpfen hatte. Er selbst muss jedoch auch kein leichter Gegner gewesen sein, sondern eine dominante Pers\u00f6nlichkeit, die sich durchzusetzen und auch finanzielle Vorteile wahrzunehmen wusste. Von dieser Begabung in Finanzdingen zeugt auch sein Lebensstil: das prachtvolle Haus in der K\u00f6tterbachstra\u00dfe, seinerzeit ein aufw\u00e4ndiger Neubau, die st\u00e4ndige Besch\u00e4ftigung einer Magd und einer Kinderfrau, ferner seine stets wachsende Privatbibliothek mit \u00fcber tausend B\u00e4nden.<\/p>\n<p>Die &#8222;dunkle Seite&#8220; des Hofrats befl\u00fcgelte nat\u00fcrlich die Phantasie des Volkes. Es &#8222;wurde gemunkelt, er sei nach seinem Tode hier und da als Geist erschienen&#8220;.11 Au\u00dfer f\u00fcr seine alchemistischen Studien interessierte er sich f\u00fcr den Magnetismus, behandelte Nervenkrankheiten, hatte Kontakt zu den Freimaurern und zu den Rosenkreuzern und gr\u00fcndete selbst die &#8222;Hermetische Gesellschaft&#8220;. Als &#8222;Esoteriker&#8220; unterteilte er den Menschen in drei Bereiche: das Physisch-Leibliche (unbelebt als Leichnam), das Lebendige (animalischer Magnetismus) und die Geist-Seele, das Bewusstsein (psychischer Magnetismus), eine Theorie, die von der zeitgen\u00f6ssischen Wissenschaft ernst genommen wurde.<\/p>\n<p>Hofrat Friedrich B\u00e4hrens starb am 16. Oktober 1833. Sein Grabstein befindet sich im heutigen Stadtpark, auf dem Gel\u00e4nde, das von ihm selbst 1821 feierlich als &#8222;Totenhof&#8220;, also als Friedhof, eingeweiht wurde. Als Geist erscheint er wohl nicht, aber der Geist dieses ungew\u00f6hnlichen Mannes sollte nicht nur in Schwerte fortwirken.<\/p>\n<p><strong>Anmerkungen<\/strong><\/p>\n<p>1\u00a0 Gerhard Hallen, Johann Christoph Friedrich B\u00e4hrens. Universalgenie, Esoteriker, Schwerter Stadtrat. Stadtarchiv Schwerte, Publikationen zur Ortsgeschichte Band 4, Schwerte 1997, S. 279.<br \/>\n2\u00a0 Hallen, a.a.O&#8230;, S. 8.<br \/>\n3\u00a0 &#8222;Die Paten waren Johann Christoph Sohn, Pastor zu Meinerzhagen. Johann Christoph Knoche zu Gendel, Friedrich Wilhelm B\u00e4hrens, Rektor an der Petrikirche zu Soest, Wilhelmina Freifrau von Loy zu Listringhausen, geb. von Edelkirchen &#8230;&#8220; (Hallen, a.a.O., S. 8).<br \/>\n4\u00a0 Hallen, a.a.O., S. 11.<br \/>\n5\u00a0 Hallen, a.a.O., S. 46.<br \/>\n6\u00a0 Gudrun Leuer, Dem Namen nach &#8230;, in: Friedrich-B\u00e4hrens-Gymnasium. Festschrift 60 Jahre Abitur in Schwerte 1924-1984, S. 11.<br \/>\n7\u00a0 Hallen, a.a.O., S. 47.<br \/>\n8\u00a0 Hallen, a.a.O., S. 48.<br \/>\n9\u00a0 Hallen, a.a.O., S. 50.<br \/>\n10 vgl. Hallen, a.a.O., S. 247.<br \/>\n11 Leuer, a.a.O., S. 11.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fr\u00fche Studien Am 1. 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